Universität Osnabrück

Uni Osnabrück: Wir sind Fußball-Weltmeister! Doppel-Titel bei der Robocup-WM in Atlanta (USA). Die Osnabrücker zählen in den Kognitions- und Neurowissenschaften zu den führenden Instituten der Welt.

Sie dribbeln fast schon wie die Diegos der Bundesliga, geben Flanken à la Ribery und verwandeln die Bälle so sicher wie Klose, van der Vaart und Luca Toni: die Robocups der Uni Osnabrück, die sich bei der Weltmeisterschaft im Roboterfußball in Atlanta (USA) gleich zwei Titel sicherten. In der Middle-Size-Liga, bei der sechs Roboter bis zu einer Größe von 80 Zentimetern den Ball jagen, verteidigten die Osnabrücker Brainstormers Tribots“ ihren Titel mit einem 2:0 gegen das Team von Eigen“ aus Japan. Und in der ebenfalls hochkarätigen Simultationsliga 2D konnten sich die Osnabrücker im Finale gegen die chinesische Mannschaft Wright Eagle“ durchsetzen.



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MCS und Sun gratulierten dem Doppelweltmeister mit einem kleinen Geschenk – einem leistungsfähigen TFT-Flachbildschirm. Trainer des erfolgreichen Teams ist Professor Dr. Martin Riedmiller, 41, der im Fachbereich Mathematik / Informatik der Universität Osnabrück den Lehrstuhl für Neuroinformatik innehält. Die beiden WM-Titel bestätigen, was schon länger bekannt ist: die Osnabrücker zählen in der Kognitions- und Neurowissenschaft zu den weltweit führenden Instituten.



Diplom-Informatiker Roland Hafner, der seit 2002 maßgeblich an der Entwicklung der Osnabrücker Robocups beteiligt war: Wohl kaum jemand verbindet Roboter mit dem Begriff Fußball. Doch genau diese Herausforderung, ihnen das Ballspielen im Team beizubringen, beschäftigt Forscher seit mehr als zehn Jahren in aller Welt. Denn diese Idee hat einen ernst zu nehmenden Hintergrund: Die bisherige Roboterforschung orientiert sich in erster Linie an der Entwicklung von Industrierobotern, die eingesetzt werden, um immer wiederkehrende Tätigkeiten zu übernehmen. Die dabei erreichte Leistungsfähigkeit und Präzision übertrifft diejenige von Menschen bei Weitem.



Dem steht jedoch ein eklatanter Mangel gegenüber: Die Roboter können weder auf einer veränderte Umgebung reagieren noch ihr Verhalten anpassen. Sie verstehen nicht, was sie tun, sondern führen lediglich die einprogrammierte Bewegung aus.

Künftig werden Roboter zunehmend Aufgaben im Alltag übernehmen. Dafür müssen sie mit anderen Individuen interagieren, sich in einer zunächst unbekannten Umgebung zurechtfinden und das eigene Verhalten an die jeweilige Situation anpassen.

Hafner: Und hier kommt der Fußball ins Spiel. Zwar werden wohl auch in Zukunft Ballack & Co nicht durch Roboter ersetzt werden, für die Forschung im Bereich intelligenter autonomer Roboter aber bietet die Aufgabenstellung Fußballspielen ideale Bedingungen für die Entwicklung neuer Verfahren und die Verbesserung der Sensorik.

Die Roboter müssen selbstständig agieren, ihre Umwelt erfassen, ihre eigene Position, die des Balles und der Mitspieler berechnen und daraus eine sinnvolle Verhaltensweise ableiten und diese umsetzen. Dabei müssen sie die  Fußballregeln einhalten, vom Anstoß über Freistöße bis zu Eckbällen. 

Auch Fouls und gelbe Karten kommen vor.
 
Roboter sollen selbstständig denken, die eingegeben Algorithmen autonom weiter entwickeln: das ist das Ziel der Neuroinformatik, auf dem die Osnabrücker schon weit fortgeschritten sind. Immerhin: 2050 sollen es die Fußball-Roboter locker mit dem menschlichen Weltmeister aufnehmen können.
 
Übrigens: Kürzlich hat Riedmiller eine Carrera-Bahn gekauft – natürlich dienstlich. Ziel: Ein Rechner soll lernen, was auch kleine Jungen und große Männer mit mehr oder weniger Übung schaffen: ein Auto möglichst schnell und unfallfrei über den Parcours zu bringen. Riedmiller: Dafür braucht der allein lernend höchstens drei Tage – und dann wird es schwer, ihn zu schlagen.



Aufgabe und Lösung

Als Campus-Reseller von Sun beliefert MCS seit Jahren zahlreiche Fachbereiche und Institute der Universität Osnabrück mit diversen Sun-Systemen im Sun-Solaris- und Linux-Umfeld. Diese Systeme werden für die unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt,  wie z. B. als Mail-/File-Server, für Backup-Konzepte oder auch für sehr rechenintensive Prozesse.