Datensicherheit für die Bürger

MCS schützt Verwaltungsdaten durch die Installation der NetApp-Datensicherheitssoftware in verschiedenen Rechenzentren der Kreisverwaltung Stormarn.

Wer von Hamburg direkt nach Lübeck fährt, durchquert den Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Rund 230.000 Menschen leben auf dieser grünen Brücke zwischen den beiden Hansestädten, und viele von ihnen pendeln täglich zu ihren Arbeitsstätten in einem der beiden Orte. Und weil es sich vor den Toren der beiden Städte gut wohnen lässt, wächst die Einwohnerzahl des Kreises kontinuierlich – um fast 30.000 allein in den letzten 20 Jahren.

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Mit der Bevölkerungszahl wachsen die Ansprüche an die Verwaltung. Daten der KFZ-Zulassung, Baugenehmigungen, Bußgeldverfahren und die vielen anderen Vorgänge müssen ausfallsicher gespeichert und von den Ämtern abgerufen werden können.

Seit vielen Jahren betreut MCS wichtige IT-Bereiche der Kreisverwaltung Stormarn in Bad Oldesloe. So setzte die Verwaltung schon früh auf die Virtualisierung mit VMware. Vor einiger Zeit stellte sich nun die Frage, wie sicher die Daten sind. Nach einer Überprüfung kam heraus: Der Kreis benötigt ein zusätzliches Rechenzentrum an einem zweiten Standort, damit im Fall eines Brandes oder anderer Katastrophen keine Daten verloren gehen.

Diese Erkenntnis war der Startschuss zu einem spannenden Projekt: die Anschaffung und Installation der NetApp-Datensicherheitssoftware sowie die Einrichtung des dritten Rechenzentrums. NetApp MetroCluster koppelte zunächst die beiden vorhandenen Hochverfügbarkeits-Rechenzentren. Die Datensicherheitssoftware basiert auf einem eigenen Betriebssystem, garantiert eine unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und ist zudem wartungsfreundlich. Die Daten werden in Echtzeit gespiegelt, sodass selbst dann nichts verloren geht, wenn es in einem der beiden Rechenzentren zu einem Ausfall käme.

Doch was wäre, wenn zum Beispiel ein Feuer den ganzen Standort zerstören oder ein Bedienfehler Daten zeitgleich auf beiden Plattformen löschen würde? Die Lösung hierfür bieten NetApp SnapMirror und ein drittes Rechenzentrum, das in einer Entfernung von mehr als drei Kilometern in einem anderen Gebäude eingerichtet ist. Während sich NetApp MetroCluster auch dort um die Datensicherung kümmert, sorgt SnapMirror für die Datenreplikation. Über eine 100 m lange Richtfunkstrecke mit 100 Mbit/s. werden die in den beiden anderen Rechenzentren verwalteten Daten hier noch einmal gesichert – allerdings im Gegensatz zu der dortigen Live-Spiegelung mit einer gewissen Verzögerung. Hierfür kann man eine beliebige Zeit zwischen einer Minute und einem Tag einrichten, erklärt Stefan Hilfer, der verantwortliche MCS-Techniker. Dadurch kann ein Bedienfehler, der in den beiden ersten Rechenzentren Daten löscht, wieder korrigiert werden.

Zu dieser Sicherheit trägt auch das Archivierungssystem WORM bei. Der Begriff steht für Write Once Read Many und für Datenträger, die nur einmalig beschrieben werden können. Das bedeutet: Die Daten lassen sich, einmal gespeichert, zwar lesen, aber weder löschen noch überschreiben. Sie sind quasi in Stein gemeißelt und vor Verwitterung geschützt. Zumindest für die nächsten Jahre, sagt Stefan Hilfer.

Damit dürfen die Bürger sicher sein, dass im Kreis Stormarn kein Bauantrag, aber leider auch kein Bußgeldbescheid verloren geht.