ArcelorMittal: Draht aus Waltershof

Bei der Stahlherstellung im Elektrolichtbogenofen werden Urkräfte frei.
 MCS macht Netzwerk & mehr

Es hat etwas Existenzielles, wenn in dem Elektrolichtbogenofen Urgewalten aufeinandertreffen: Es grollt gewaltig und blitzt und donnert, wenn die drei Elektroden den Ofen auf bis zu 1600 Grad Celsius erhitzen und rund 160 Tonnen Eisenschwamm (70 %) und Schrott (30 %) innerhalb kürzester Zeit zu rot glühender Flüssigkeit werden – dem Grundstoff, aus dem das Hamburger Stahlwerk von ArcelorMittal seine Produkte herstellt.

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ArcelorMittal ist mit rund 280.000 Mitarbeitern der größte Stahlhersteller der Welt – und in Hamburg steht eines von fünf deutschen Werken. MCS ist seit 2004 für ArcelorMittal tätig und unser wichtigster Partner in allen Netzwerkfragen, wie Norbert Biedermann, der Netzwerk-Administrator des Hamburger Werkes, sagt. An MCS schätzt Biedermann u. a. die Kompetenz der Techniker und die gute Beratung. Und was sagt Stefan Baum, im Vertrieb von MCS für den Kunden zuständig? Zurzeit sind wir dabei, die Netzwerk-Infrastruktur grundlegend auf neue Füße zu stellen. Da ist in den vergangenen Jahren aus Wachstumsgründen einiges zu kurz gekommen. Der Standort von ArcelorMittal am Dradenauhafen auf der Halbinsel Waltershof bietet einen großen Vorteil: Schrott kann direkt von Schiffen angelandet werden. Im erwähnten Elektrolichtbogenofen produziert man rund eine Million Tonnen niedriglegierten Qualitätsstahl, der in der nachgelagerten Walzstraße zu Walzdraht verarbeitet wird.

ArcelorMittal in Hamburg ist einer der größten deutschen Walzdrahthersteller und spezialisiert auf die Produktion von Schweißdraht, Steelcord, Hoch- und Niedrigkohlenstoffstahl sowie Bau- und Betonstahl. Walzdraht kommt zum Einsatz in Stahlseilen, Schweißelektroden, Federn, Schrauben, Profilen, Autoreifen, Klaviersaiten, Zäunen und Betondecken. Gegründet wurden die Hamburger Stahlwerke 1969 von dem Unternehmer Willy Korf. 1995 wurden die Stahlwerke von Ispat übernommen und gehören jetzt zur ArcelorMittal-Gruppe.