18. 06. 2020

Klaus Tillmann

Webmaster mit Erfahrung, Kompetenz und Herz

Die MCS Professional Service Cloud (PSC) ist eine hochwertige und flexible Plattform für viele Anwendungsfälle des Hostings von Applikationen, Datenbanken, Mailsystemen, Nextcloud, Git, Firewalls, oder andere Usecases.

Was die PSC so besonders macht und uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist der Serviceansatz, der allem Tun innewohnt. Und einen Kollegen, der wie kaum ein anderer für Kundenorientierung und Hilfsbereitschaft steht, wollen wir Ihnen diesmal vorstellen: Klaus Tillmann.

Introducing „Nico“

Klaus Tillmann, den alle „Nico“ nennen, kommt ursprünglich aus Mainz, lebt aber seit Ewigkeiten in Hamburg. Er ist Diplom-Ingenieur für Technische Informatik und bereits mehr als 20 Jahre für MCS tätig. Anfangs programmierte Nico webgestützte Anwendungen. Mitte der 90-er Jahre war das noch Pionierarbeit. Nach einigen Jahren schwenkte er um zur Systemadministration und ist diesem Feld bis heute aktiv treu geblieben. Über eine Dekade betreute er unseren damaligen Kunden Universal Music mit seinen rund 200 Künstler-Websites nahezu exklusiv und sehr erfolgreich.

Fragen und Antworten

Nico, wir Beide arbeiten nun schon seit 25 Jahren zusammen und kennen uns entsprechend gut. Ich freue mich, dass ich dir nun ein paar Fragen stellen darf, von denen ich nicht genau weiß, wie deine Antworten ausfallen werden. Legen wir los?

Antwort Nico: Ja, gern.

Du bist bei MCS eingebunden in das Team der Technical Consultants und betreust Kunden bei ihren PSC-Hostings und -Housings. Wie würdest Du Deine Tätigkeit mit drei Sätzen selbst beschreiben?

Antwort Nico:

  • Spannend, weil jeder Kunde andere Anforderungen mitbringt.
  • Persönlich, weil wir durch regelmäßig wiederkehrenden Kontakt über Jahre gute Beziehungen zu unseren Kunden aufbauen.
  • Engagiert, weil ein Problem meines Kunden, mein Problem wird, bis es durch mich oder einen Technical Consultant Kollegen gelöst wurde.

Wenn wir diese Tätigkeit mal ehrenvoll als die eines „Webmasters“ bezeichnen wollten, was zeichnet für dich und somit MCS einen „guten Webmaster“ aus. Sicher nicht nur, dass er sein technisches Handwerk beherrscht, oder?

Antwort Nico: Ich habe den Anspruch an mich selbst, die Anforderungen des Kunden so gut zu verstehen, dass ich auch bei manchmal vom Kunden unklar formulierten Anforderungen, erkenne, was er will und braucht und so die richtige Lösung für ihn finde.

Mal abgesehen vom technischen Wandel, sind die Bedürfnisse deiner Kunden heute anders als früher?

Antwort Nico: Technisch ja, aber sonst glaube ich nicht.

Die Virtualisierung von IT-Infrastrukturen ist längst keine Vision mehr, sondern ein Fakt, wie nicht zuletzt die PSC zeigt. Heute geht es mehr darum, die Komplexität dieser flexiblen Umgebungen handhabbar zu machen. Wir berichten über Tools wie Docker, Ansible Tower oder Kubernetes. Ist der „klassische“ Admin bei unseren Kunden mit diesen neuen Technologien nicht überfordert und können Du und Dein Team ihn unterstützen?

Antwort Nico: In unserem Team haben sich vor allen Arne Wils und Markus Steinhauer intensiv mit den Themen der Automatisierung beschäftigt. Beide verstehen diese Technik nicht nur für unsere eigenen Umgebungen gewinnbringend einzusetzen, sondern auch beim Kunden vor Ort oder unseren Kunden in der PSC einzusetzen. Ferner sind sie gut darin, die Technik interessierten Kunden so zu erklären, dass sie verstanden wird und Kunden mit dieser Technik danach selbständig agieren können.

In den letzten Jahren ist viel in den Bereichen Social Media, Datenschutz und Netzpolitik passiert. Stichworte wie Upload-Filter, Fakenews, Cookie-Handling, EU-DSGVO, usw. kommen in Erinnerung. Muss man als Website-Betreiber oder auch als Webmaster heute Halb-Jurist sein, um nichts falsch zu machen? Wie nimmst Du das wahr?

Antwort Nico: Da wir in der Regel Informationen unserer Kunden auf seinen eigenen Plattformen bereitstellen, sind diese Infos verlässlich und das Thema Fake-News spielt für uns im täglichen Tun keine Rolle.

Spürbarer sind die Auswirkungen der DSGVO. Diese macht die Arbeit an vielen Stellen schwierig und an noch mehr Stellen das Internet unsicher. Beispiel Domainhandling. Bis zum Inkrafttreten der DSGVO konnte jeder Internet-Benutzer bei der zuständigen Top-Level-Domain-Verwaltungsinstanz, wie dem DENIC, einsehen, wer eine Domain registriert hat. Das geht nun nicht mehr. Betrüger, die eine Website bauen, die der vorgeblichen Website sehr ähnelt, haben deshalb heute ein viel leichteres Spiel.

Für uns ist es viel schwieriger geworden, Kunden bei einer Konsolidierung von Domains zu unterstützen, weil auch wir nicht mehr einsehen können, wer für eine Domain Ansprechpartner ist. Hier ist der Datenschutz ausschließlich für Betrüger von Vorteil, denn wenngleich der „Datenschutz“ die Veröffentlichung von Inhaberdaten einer Domain verhindert, so ist doch der Website- Betreiber verpflichtet, im Impressum viel mehr Daten preiszugeben, als in den ursprünglichen Domain-Owner-Datensätzen enthalten waren.

Du unterstützt seit Jahren die Ausbildung von Fachinformatikern im Bereich Systemintegration bei MCS. Du selbst hast seinerzeit studiert. Was rätst Du jungen Menschen, die sich für IT-Technik begeistern und die sowas machen wollen, wie du? Welchen Weg sollten sie gehen?

Antwort Nico: Ich glaube, das kann man schwer verallgemeinern. Ich persönlich möchte die Zeit des Studiums nicht missen und empfand es als bereichernd, während des Studiums auch Dinge zu pauken, die in meiner heutigen Tätigkeit keine Rolle spielen, wie etwa Microprozessorbau.

Ich glaube, bei einer Ausbildung zum Fachinformatiker im Bereich Systemintegration ist die Wissensvermittlung fokussiert auf den künftigen Arbeitsplatz gerichtet.

Zwei abschließende Fragen. Du kennst die Provider-Branche seit vielen Jahren, hattest Dich bewusst für MCS entschieden und bist bis heute dabeigeblieben. Für dich persönlich, was unterscheidet MCS ggf. positiv von Marktbegleitern und was macht für Dich unvermindert den Reiz aus, hier zu arbeiten?

Antwort Nico: Der gute Service und die hohe Flexibilität, die wir bieten.

Ich war zwischenzeitig für einen anderen Internet Service Provider tätig. Dort habe ich die Arbeitsweise in einem sehr großen Team kennengelernt, bei dem zwangsläufig der persönliche Kontakt zu Kunden gering und stark von formellen Strukturen geregelt war.

Hier ist die überschaubare Größe der MCS GmbH ein toller Vorteil, wodurch wir flexibler agieren können, als das bei größeren Unternehmen möglich ist. So können wir oft aufgrund des bestehenden Vertrauensverhältnisses mit dem Ansprechpartner bei Kunden, schon an der Lösung arbeiten, bevor ein formeller Auftrag vorliegt. So hatten wir in einem konkreten Fall die Website des Kunden nach Ausfall bei einem anderen Provider bei uns wieder online, bevor der kaufmännische Auftrag hierüber überhaupt zustande kam.

Wenn Du nicht gerade Kunden glücklich machst, hast auch du mal Freizeit. Hast Du Interessen, denen du dann nachkommst?

Antwort Nico: Wir alle erleben gerade in dieser Corona-Zeit, dass wir unseren Hobbies nur eingeschränkt oder gar nicht mehr nachgehen können. Ich gehe leidenschaftlich gerne in klassische Konzerte, aber vor allem in die Oper. Beides ist aktuell gar nicht möglich und auf absehbare Zeit nur sehr eingeschränkt. Eine Wagner Oper mit großem Orchester wird wohl aufgrund des Gedränges im Graben [Anm.: der tiefergelegte Bereich vor der Bühne] lange Zeit nicht aufgeführt werden können.

Auch mein weiteres Hobby, das Backen von Torten und insbesondere auch Hochzeitstorten, liegt ebenso auf Eis. Zwei für dieses Jahr geplante Hochzeitsfeiern wurden bereits abgesagt. Als Trost bleibt mir das sonntägliche, virtuelle „gemeinsame Kaffeetrinken in getrennten Wohnungen“ mit meinen Nachbarn.

Das Interview führte Helge Petersen.