MCS Magazin 02/2009
Es ist jetzt ein gutes halbes Jahr her, dass die Nachricht einschlug wie eine Bombe: Oracle übernimmt Sun. Seitdem fragen sich vor allem überzeugte Sun-Kunden, welche Auswirkungen diese Fusion auf sie haben wird. Klarheit konnte letztlich nur einer schaffen: Larry Ellison, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Oracle. Und das tat er auch. Eindrucksvoll und angriffslustig. Ende September erklärte Ellison, dass Oracle alle bestehenden Sun-Systeme wie die x86-und SPARC-Technologie sowie das Storage beibehalten und die Investitionen in diesen Bereichen sogar erhöhen werde. Ellison: „We think with the combination of Sun technology and Oracle technology we can succeed und beat IBM. That’s our goal.“ Weiter erklärte er:„ We have a deep interest in the systems business. We think that by combining our software with hardware that we can deliver systems that can be the backbone of most enterprises around the world.“Und im „Wall Street Journal“ erschien am 10. September eine Anzeige, in der Oracle dem Wettbewerber IBM einen heißen Tanz um die Nr. 1 ankündigte.
Auch kartellrechtlich ist die 7,4-Millarden-Dollar-Übernahme auf gutem Wege: Nachdem die US-Kartellbehörde dem Kauf bereits zugestimmt hat, kündigten die Europäer zwar eine weitere Prüfung an und wollen ihre Entscheidung erst Mitte Januar 2010 verkünden, größere Einwände werden aber nicht erwartet.
Sun selbst hat Probleme beim Zusammengehen mit Oracle offenbar auch nicht befürchtet – zumindest ließ sich das an der Produktlinie des Hauses nie ablesen. Denn sowohl was die Prozessorlinien als auch die Server- und Storageprodukte anbelangt, gab und gibt es attraktive neue Produkte (lesen Sie dazu die Berichte auf dieser Seite unten und auf den folgenden Seiten).
Um welche konkreten Produkte sich die gemeinsame Vision von Oracle/Sun rankt, wurde am 14. Oktober klar, als mit der „Exadata Version 2“ die nach eigenem Bekunden „schnellste Maschine
für Data Warehousing und Online Transaction Prozessing (OLTP) vorgestellt wurde. Ein beeindruckender Einstand, keine Frage. MCS ist seit vielen Jahren kompetenter Ansprechpartner für die Produkte beider Unternehmen. Die Partnerschaft mit Sun besteht seit 1993, seit vielen Jahren mit der jeweils höchsten Zertifizierungsstufe. Mittlerweile hat MCS den „Executive Partner Status“ erreicht, den in Deutschland nur wenige besitzen. Die Partnerschaft mit Oracle währt fast ebenso lange, aktuell besitzt MCS die höchste Zertifizierungsstufe „Certified Advantage Partner“.
Zwar ist eine Zertifizierung noch kein Wert an sich, aber ein Gradmesser für technische und vertriebsliche Kompetenz wie für ein Höchstmaß an Professionalität im Umgang mit dem Partner als auch mit den gemeinsamen Kunden.
Für die Kunden von MCS hat das einen entscheidenden Vorteil: Während sich viele Sun- und Oracle-Partner erst auf die neuen Gegebenheiten einstellen müssen, ist das bei MCS nicht nötig. Geschäftsführer Eckard Kabel: „Wir kennen beide Häuser, die Strukturen und die Ansprechpartner – und wir werden die Zusammenarbeit weiter ausbauen. Im Interesse der Partner, der MCS und unserer Kunden!“
Archiv:
- • MCS Magazin 02/2009
(pdf: 2.84 mb) - • MCS Magazin 01/2009
(pdf: 1.85 mb) - • MCS Magazin 03/2008
(pdf: 3.67 mb)