MCS Magazin 02/2011
Die Ampeln schalten auf grün. Start. 22 Piloten geben Vollgas. Keine 3 Sekunden dauert es, bis die Formel 1-Rennwagen Tempo 100 erreichen. Die erste Kurve. Bremsen. Wieder Gas geben. Tempo 280. Eine Haarnadelkurve. Einen möglichst späten Bremspunkt wählen, dann voll auf das Pedal.. Brachiale Kräfte bis zur fünffachen Erdbeschleunigung lasten jetzt auf Fahrern und Fahrzeugen. Dann wieder raus aus der Kurve, eine lange Gerade. Vollgas. 300 km/h, jetzt 330 km/h. Runter bremsen. Die Tribüne. Die erste Runde ist vorbei, wieder Gas geben, 72 warten noch. 300 Kilometer insgesamt, je nach Kurs.Die Belastung eines Formel 1-Wagens ist extrem hoch. Motoren halten teilweise nur ein Rennen lang, auch Reifen und Fahrwerk unterliegen höchsten Beanspruchungen. Bis zu 200 Sensoren pro Fahrzeug überwachen alle unterschiedlichste Funktionen und funken sie per Telemetrie an die Teamboxen. Wenn am Bildschirm ein Problem auftaucht, etwa fallender Öldruck oder Überhitzung, werden die Fahrer per Funkansage an die Box gerufen, um das Problem möglichst schnell abzustellen.
Hoch sind auch die Beanspruchungen an Ihr IT-System. Und deshalb sollten Sie es analog zur Formel 1 pausenlos überwachen lassen. Mit Sensoren, die sofort Alarm schlagen – und zwar dort, wo schnellste Abhilfe zu erwarten ist. Aber Ihre Server sind doch neu und Sie geben regelmässig Geld für Instandhaltung und Wartung aus? Egal: Jedes System ist vom Ausfall einzelner Komponenten bis hin zum Komplettausfall bedroht. Auch schadhafte Software kann einen Server oder Dienst lahmlegen. Oder menschliche Fehler. Oder eine Datenbank möchte mehr Daten schreiben, als sie Platz auf der Festplatte hat. Es gibt keine wirkliche Sicherheit vor Ausfall.
MCS zum Beispiel hat ein Monitoring für jedes der eigenen und der Kundensysteme im MCS-Rechenzentrum laufen. Dabei verlässt sich MCS auf dieselbe Basis-Technologie, die wir nun auch Ihnen, den Kunden, anbieten: MIA – die Monitoring Appliance von MCS. Der Dienst läuft rund um die Uhr, Tag und Nacht, jederzeit. Kein Mitarbeiter kann das leisten. Sie kennen Murphy's Gesetz? Es sagt sinngemäß: Server gehen kaputt, wenn man es am wenigsten erwartet, am wenigsten gebrauchen kann, es am meisten weh tut und wenn niemand da ist, sich darum zu kümmern…
Für IT-Experten handelt es sich bei Monitoring um einen Dienst, der auf einem dedizierten Server läuft und von diesem aus die Funktion benachbarter Server, Speichersysteme, Netzwerkkomponenten, der Peripherie oder der verbindenden Netze überwacht. Dabei ist man gar nicht festgelegt auf IT-Komponenten – Monitoring kann auch Füllstände, Klimaanlagen, Temperaturen oder Alarmanlagen kontrollieren und vieles andere mehr. Stellt der Monitoring-Server dabei ein Problem fest, so wird er einen Alarm für den Notdienst erzeugen. Bei wem der Alarm aufläuft – Techniker, Manager oder eine externe Firma wie MCS – oder in welcher Form, per E-Mail oder per SMS, wird vorher festgelegt. Außerdem protokolliert der Monitoring Server seine Beobachtungen für eine spätere Auswertung.
Überwachen kann MIA viele Systeme. Voraussetzung dafür ist, dass diese Systeme und MIA miteinander sprechen können. Der IT-ler nennt das Interfaces und unterstützte Protokolle. Als Verbindung dient ein Netz, meist ein LAN oder WLAN oder das Internet. Für die Überwachung nutzt MIA sogenannte „Checks“ – kleine Programme mit speziellen Sensoren. Ein Check fürs Herz, ein Check für den Kopf, ein Check für die Lunge sozusagen. Es ist möglich, weitere Checks zu programmieren oder fremde Checks zu integrieren.
Überlegen Sie einmal, was Sie der Ausfall einer wichtigen Komponente ihrer IT kostet. Nicht nur der Ersatz oder Reparatur der Komponente will bezahlt sein, sondern auch und gerade die Ausfallzeit, weil zum Beispiel die Mitarbeiter nicht arbeiten können oder die Produktion steht oder der Shop nicht erreichbar ist. Möglicherweise können Sie nicht telefonieren oder das Internet funktioniert nicht. Hier gilt immer: Zeit ist Geld. Je früher sie das Problem bemerken, desto früher können Sie sich darum kümmern.
Wie in der Formel 1. Die Daten, die durch die Sensoren ermittelt werden, helfen den Teams entscheidend, die Leistung ihres Fahrzeuges zu maximieren, Fehler abzustellen – und das in kürzester Zeit. Wie wichtig die ständige Erfassung und Auswertung der Daten mittlerweile geworden sind, zeigt die Aussage von David Denyer, Systemingenieur bei Force India: „Über ein Rennwochenende gesehen empfangen wir bis zu 30 Gigabyte pro Auto.“ Für die Telemetrie gibt es einen Hauptsender auf dem Fahrzeug. Er sendet mit einer ultrahohen Frequenz in eine Richtung, welche sämtliche Daten überträgt. Die Ingenieure – bei Force sind sind es 13 (!) – erhalten so einen intensiven Einblick in das Verhalten des Autos. Dabei handelt es sich um Dinge wie der Luftdruck des Reifens, die Stellung des Lenkrades, der Zustand der Steuergeräte oder der Benzinverbrauch. Ist der Fahrer zurück in der Box, nimmt er ebenfalls an dem Analyseprozess teil – um sich anhand der Daten zu steigern und mögliche eigene Schwächen aufzudecken.
Übrigens: Die Datenautobahn ist eine reine Einbahnstraße vom Auto an die Boxen. Wäre es möglich, Daten in das Auto einzuspeisen, so bestünde die Gefahr einer Manipulation – befürchtet die oberste Motorsportbehörde FIA. Eine Datenübertragung vom Team zum Auto ist somit verboten.
Und ist MIA sicher? Ja. Auf dem überwachten Server liest MIA nur aus der Schnittstelle, schreibt oder ändert dort aber keine Daten. Und MIA macht ihr System indirekt sogar sicherer,weil es die Folgen eine Einbruchs oder Hacks, wie z.B. einen zu hohen Load auf einem Server, erkennt und meldet. MIA ist eingebettet in Ihr Netz und prinzipiell auch ohne eigene Anbindung nach Aussen funktionsfähig. MIA wird Ihre gesammelten Informationen nicht preisgeben, es sei denn, Sie melden sich als berechtigter Nutzer. Wer kontrolliert Ihre MIA? MCS bietet an, Ihren Dienst durch das Monitoring von seinem Rechenzentrum aus zu überwachen. So erfahren Sie, ob Ihr Monitoring läuft oder ob Ihr „Wächter“ selbst ein Problem hat.
Unterstützen Sie ihre IT-Mitarbeiter durch dieses Werkzeug. Und denken Sie dran: Glauben heisst nicht Wissen! Nur durch eine Kontrolle haben Sie wirklich Gewissheit. Sprechen Sie mit MCS. Der IT-Spezialist bietet ein individuell abstimmbares Leistungsangebot für Remote Support oder Rufbereitschaftsleistungen im eigenen Rechenzentrum (wie z.B. den „7x24h Expert Level Support“). Und MCS hat einen direkten Draht zu vielen Herstellern – was sich bei Fragen rund um die Ersatzteilversorgung und das Service Request Handling schnell bewähren kann.
Die letzte Runde. Noch einmal das Maximum herausholen, fast 18.000 Umdrehungen in der Minute leisten die Motoren – eine Beanspruchung kurz vor dem Bersten, dann ist es geschafft: schwarz/weiße Flagge, der Sieger liegt 1,8 Sekunden vorn. Weil er gut war, weil das Team harmonierte – und weil das Monitoring stimmte.
Archiv:
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